JC019 – Moderator und Drehbuchautor Ralph Caspers Teil 1

Fotograf: Johannes Haas

Fotograf: Johannes Haas

Gast: Ralph Caspers

Da Ralf arbeiten musste, ist unser Gespräch etwas kurz geraten. Es wird aber definitiv einen Teil 2 in den nächsten Wochen geben.

Ralph macht Fernsehen für alle, die neugierig genug sind, mit ihm Neues zu entdecken – und auf Skurriles und Ironie dabei nicht verzichten wollen.

Die ersten TV-Schritte machte er mit dem Tiermagazin „Muuuh!“ (Super RTL). 1996 wechselte Ralph Caspers zum WDR, wo er der Tierwelt treu blieb: Gemeinsam mit Shary Reeves moderierte er den „Maus Club“. Mit einer Sachgeschichte darüber, wie der Henkel an den Becher kommt, gab er 1999 sein Debüt in der „Sendung mit der Maus“. Für „Wissen macht Ah!“, das er mit Shary Reeves seit 2001 moderiert, schreibt Ralph auch die Drehbücher.

Ralph Caspers ist nicht nur vor der Kamera aktiv: 2002 hat er seinen Abschluss an der Kunsthochschule für Medien in Köln gemacht. Thema: Die Entwicklung einer Fernsehsendung. Ergebnis ist „Late Morgen“, das am 16. Februar 2003 im Ersten gezeigt wurde.

Quelle: www.checkeins.de

Themen:
Zusammengetragen von: @EvitaBley,@SimonWaldherr,@Quimoniz,BigMcIntosh

00:03:00
Ralphs Schulzeit

Seine Schulzeit hat ihn sehr geprägt; 1. Klasse „Uli der Fehlerteufel“ war eine rote Socke als Handpuppe; Er fand viele Lehrer fürchterlich und nur einige super; 3. Klasse Aufklärung; „Mit so wenig Aufwand wie nötig, das meiste erreichen“; Das bedeutet, er war faul; Gymnasium; Katholische Jungen-Schule (mit Mädchen und Protestanten); Ralph ist evangelisch; Salesianer; Don Bosco Mönch aus Italien; Er ist einer der wenigen, die noch nicht aus der Kirche ausgetreten sind; Wissenschaft und Kirche sind für ihn kein Widerspruch; Die Bibel ist ein tolles Buch, aber man sollte nicht alles für bare Münze halten; Man durfte Religion nicht abwählen; Deutsch und Englisch als Hauptfächer im Abitur; In Deutsch und Englisch war er gut; Nach der Schule hat er die verschiedensten Jobs gemacht, um herauszufinden, was er nicht machen will; Pathologie; Galvanosierungsbetrieb; Akkordarbeit den ganzen Tag findet er furchbar; in der Pathologie geht es sehr würdevoll zu.; man muss vorsichtig sein, dass keine blauen Flecke entstehen; Die Pathologie war im Keller und sehr kalt
00:12:00
Fernsehen

Das Testbild hat ihn zum Fernseher gebracht; Stereoton Versuchssendung; Es wurde gezeigt, was man mit Stereo alles machen kann; 2-Kanal-Ton (deutsch und englisches Original); Seine Mutter meinte, er solle jetzt mal selbst arbeiten gehen; Praktikumsplatz bei einer Produktionsfirma (Sat.1); Geh aufs Ganze! (Fernsehsendung); Jörg Draeger:; Der Zonk; Glücksrad; Es gab ein Casting für die Mitspieler; Geldgewinne konnten direkt mitgenommen werden, der Rest dann im Nachhinein; In der Wikipedia steht, dass er bei Sat1 von Super RTL entdeckt worden ist; Grundy; Kollegin kam vom Vorsprechen bei SuperRTL genervt zurück und meinte Ralph kann das besser als die Anderen; David Wilms; Christoph Erbes?; er durfte selber lernen, wie man vor der Kamera agiert und musste sich nicht verbiegen; World Wildlife Fund (WWF); Muh Sendung
00:27:30
Kunsthochschule Grundstudium für Medien

es gab im Studium immer jemanden den man fragen konnte, wenn man Hilfe brauchte; Bekanntheit zu der Zeit war noch nicht so groß; Diplomstudiengang Film/Fernsehen, er machte Regie und Drehbuch; wie schreibt man für´s sprechen; „Trau dich so zu schreiben wie du sprichst“; Aufschreiben wie 2 Leute sich unterhalten; Unterschiede zwischen deutschen und englischen Drehbüchern; Ruhrtriennale; Deutsche Schauspieler sind zu verkopft, Spielen zu gekünstelt; Als Ralph angefangen hat bei SuperRTL, sagte ihm keiner wie er zu sein habe; Bei der Moderation passiert immer etwas unvorhergesehenes, wenn einem die gespielte Rolle fern liegt, dann muss man sich nach dem Fehler neu wieder in seine Rolle finden; Bei seinen beiden ersten Bewerbungen verstellte er sich, bei der ersten wurde er wenigstens vorgeladen, aber bei beiden abgelehnt.; „Sendungen die ich mache, sind Sendungen, die ich gerne gucken würde“; Bei seiner dritten Bewerbung verstellte er sich nicht, und wurde genommen, so geht er auch an seine Rollen in seinen Sendungen ran.; Shary Reeves; Sendungen bereitet er vor, in dem sie sich absprechen
00:43:00
Künstlerhandwerk

: Ist das gut aussehen mehr Handwerk, als mehr Gefühl?; sowohl als auch, da ist vieles Handwerk.; Ästethisches Grundgefühl ist auch wichtig, wird aufgebaut durch immer wieder klar machen, Warum einem etwas bestimmtes gefällt.; Direkt nach SuperRTL zum WDR gegangen; Arbeit beim WDR neben dem Studium; MausClub; WDR hatte viele kleine Sachgeschichten, die nicht in die „Sendung mit der Maus“ gepasst haben; Tigerenten Club; Disney Club; Aus den vielen kleinen Sachgeschichten im MausClub entwickelte er mit Shary Wissen macht Ah!; Ralph macht eigentlich nur Sachen die ihm Spass machen, weil er ein sehr einfaches Gemüt habe, kommt das vielleicht gut beim Publikum an.; Die Wissen Macht Ah! Sendungen werden aktuell etwa 4 mal pro Woche ausgestrahlt; Die Produktion verläuft in 20 Episoden umfangenden Staffeln, einmal pro Jahr, 4-5 Studioaufnahmen.; Redaktionskonferenz entscheidet, welche Themen besprochen werden; Wöchentlich werden 3 neue Sendungen ausgestrahlt, eine wiederholt.; Ein Produktionstag sieht so aus, dass man sich um 9 beim Studio trifft, dann werden er und Shary geschminkt, dann treffen sie sich, besprechen in welcher Reihenfolge sie die Studiomoderationen aufnehmen, dann wiederholen sie die einzelnen Takes, bis es stimmt, und schreiten so fort, bis 17 Uhr, bis sie die 7 Studiomoderationen für eine Sendung zusammen haben.; Sie machen es ohne Teleprompter, lernen die Texte auswendig.; Bei der Verabeschiedung passieren die meisten Outtakes.; Alles was nach dem Schüss kommt wird improvisiert.; Bei der Sendung mit der Maus werden nur Sachgeschichten produziert, gesammelt und redaktionell geplant.; Ralph hat leider keinen Regiestuhl; Kein Festes Set für „Sendung mit der Maus“; Hat Ralph schon mal Live gesendet?; Riverboat; Maus-Türöffnertag; Late-Morgen war Ralphs Diplomarbeit; Es wurde vom WDR produziert; Ralphs Studium an einer Kunsthochschule war kein wisschenschaftlichenes sondern ein künstlerisches Arbeit; Ist es sinnvoll direkt nach dem Abitur zu studieren?; Direkt nach dem Abitur ist man reizüberflutet, weiss nicht was man tun soll im Studium; Als Künstler muss der Wille etwas künstlerisches zu schaffen aus einem selbt raus kommen; Ralph absolvierte ein Diplomstudium (mind. 9 Semester Studiert); Ralph muss im Anschluss zum WDR; Die grösste Herausforderung ist, es Kinder zu haben, da bereitet einen keiner drauf vor.; Die grösste Herausforderung ist es etwas zu finden, dass einem Spass macht, die eigentliche Arbeit ist dann trotz auftretender probleme keine extreme Herausforderung; Sendungsende


JC018 – Design und App Entwicklung

Gast: Daniel NicolaeDaniel Nicolae

In der letzten Ausgabe von Jobscast war Daniel Nicolae noch offiziell an der University of Oxford um dort seine Doktorarbeit mit einem Thema aus der Medizingeschichte zu beenden. Seit beginn dieses Jahres ist er offizieller Mitarbeiter von Evernote. Daniel ist dort als Designer tätig. Er ist außerdem der Entwickler von Meernotes, einem der schönsten wenn nicht sogar das schönste Notizprogramm für iOS.

Nachdem wir uns beim letzen Mal verquatscht haben und Daniel noch einen Termin hatte, musste der Beruf des Designers etwas unter dem Zeitdruck leiden. Deswegen reden wir nächste Woche am Donnerstag ausführlich über Design, App Entwicklung und allem was so dazu gehört reden.

Themen:
Danke an die Shownoter: @Quimoniz,@kaeffchen_heinz,@timwanze

00:00:00
Begrüßung

JC17 zu Geschichtswissenschaften; Nicolae hat schon immer interessiert zu designen; Er war beeindruckt vom Nadeldrucker der Mutter, und war von den kleinen Buchstaben enttäuscht; Nadeldrucker; Er war schlecht im Bildende Kunst Unterricht, und ihm gefiel es nicht; Bildende Kunst; Er konnte nie auf Basis fester Vorgaben kreativ sein und musste immer eigene Sachen machen; Er hat sich gegen ein Design Studium entschieden, weil er Historik interessanter fand; Er wollte immer, dass sein Windows Computer wie ein Mac aussieht; Windows; Mac OS; Typografie; Er war nie ein Freund von Theorie; Blickfang; Vom Studium hat er für das designen vor allem nur gelernt seine Zeit einzuteilen, und Projekte zu organisieren, analytisches und freies denken.; Das größte Problem ist, sich in Details zu verlaufen.
00:11:00
Meernotes

Es geht nicht nur darum, dass es gut aussieht, sondern dem auch Funktionalität zu geben.; Meernotes; bei Apple; Milestones; Evernote; Nicolae hat vor anderthalb Jahren Meernotes fertig programmiert, hatte gerade ein neues iPhone; iPhone; iPhone bei Apple; Notizbuch; PenUltimate für das iPad; Nicolae wollte PenUltimate für das iPhone haben; Es gab es nicht deswegen hat Nicolae selber eine App programmiert
00:15:15
Treffen mit dem Entwickler von PenUltimate

Er war in Oxford; Der Entwickler von PenUltimate in den USA; Er hat sich in London mit dem Entwickler von PenUltimate getroffen; Er hat dort festgestellt, das Programmierer nur ganz normale Menschen sind; PenUltimate wurde von Evernote aufgekauft, wird es aber weiterhin geben; Visum; Nicolae arbeitet seit anfang des Monats an Evernote; Zürich; Schweitzerdeutsch
00:20:00
Wie entwickelt Nicolae

Was hat Nicolae über Design gelernt?; Immer wieder probieren, verstehen von Dingen die er toll fand.; Vom immitieren kann man dann zum selber kreiren kommen.; Es benötigt viele Anläufe; Wie wichtig ist für das Designen das Zeichnen auf Papier?; Nicht so wichtig, das meiste wird auf dem PC gemacht.; Er mal seine Sachen mit der Maus und nicht mit dem Tablet; Ihm macht Spaß neue Sachen zu kreieren, sich Dinge, Design zu überlegen; Gegen Schluss gibt es ein Phase in der sehr vieles neu kreiert werden muss, weil es nicht ganz stimmig ist, beim Designen.; Wenn nur noch scheisse raus kommt, dann macht er was anderes, und probiert es dann am nächsten Tag noch einmal
00:27:00
Werkzeuge, konkretes

Er hat mit 12-13 Jahren ein Adventure-Game mit einem Freund programmiert bei dem man Fälle lösen musste Adventure-Game; 2D; 3D; Er hat es noch unter Dos in BASIC entwickelt; DOS; BASIC; Nicolae „das muss aussehen wie ein Notizbuch“; Notizbuch; Bei der Entwicklung hätte Nicolae die Guidelines von Apple betreffend der User Interface lesen sollen, das hätte den Benutzern seiner App viel Ärger erspart.; Nicolae lernte mit Anlesen von Programmierbüchern und Internetforen das programmieren, stellte dan aber fest, dass es besser gewesen wäre, hätte er die Programmierbücher durchgelsen.; Was muss man können dafür die Schülerzeitung zu machen?; Man muss wissen, wenn man etwas sieht, ob es einem gefällt, und man sowas auch gerne kreiert hätte.; Viel optimismus mitbringen, sich daran immer wieder erinnern waws man eigentlich realiseren woltle.; Adobe Photoshop; Gimp; Nicolae’s Mikrophonknistern; Nicolae benutzt Photoshop selten; Photoshop ist nur ein Werkzeug, der Hauptteil der Arbeit findet ganz ohne Photoshop statt.; Dribble; Nicolae sammelt viel Inspiration aus gedrucktem, Modemagazin, Produktdesign im Supermarkt.; Er fotografiert viel was er sieht, ihn interessieren echte Dinge, z.B. alte Elektrodinge; Braun Elektronik
00:40:30
Design

Er denkt viel darüber nach, warum er dieses oder jenes schön, ästhetisch findet; Die Fotos auf dem iPhone landen immer in der Cameraroll und er wollte sie ordnen.; Filmrollen; Er hat viele Fehler gemacht.; Wenn Licht von oben kommt muss der Schatten anders fallen.; Meernotes sollte nicht aussehen wie Mail oder Safari; Apple Mail; Safari; App Paper; App Clear; App Things; App Wunderlist 2; Bisher hat Nicolae es noch nicht erlebt, dass jemand; Was hat Nicolae an Projektleitungsmanagement bei Meernotes gemacht?; Es war bis zu zu seinem Evernote Projekt ein one-man project.; Er hat es in Schritte/Milestones eingeteilt, zu erst das schreiben, dann das blättern, etc.; Er hat ohne Milestones gearbeitet.; „Eine gute App würde sehr davon profitieren, dass beides [Programmierung und Design] gleich viel belastet wird“; Die Usability ist wesentlich wichtiger, als etwas besonders schönes zu kreieren.; Die Innovation dabei ist, etwas zu kreieren, dass etwas neues macht, und zugleich gut zu bedienen ist.; Apple User Interface Guidelines; Vieles dessen was dort empfohlen wird, ist in der Praxis offensichtlich notwendig.; Man braucht die Apple interfaces oder seine eigenen; Die Apple User Interface Vorlagen abzuwandeln ist sehr schwer.; Page Turn Effekt; Egal wie man es macht, man lernt immer etwas dabei; Er wollte ein weißes iPhone 4, hat sich dann aber doch ein schwarzes geholt; Man braucht alle möglichen Programmiersprachen zum Entwickeln u.a. C, ObjectiveC, Cocoa; Entwicklungsumgebung Escort; ObjectiveC; Erst bei der Entwicklung seiner zweiten App hat Nicolae erkannt dass die IDE total sinnvoll ist.; Flash & ActionScript; Im Juni wurde er erst offizieller Apple Developer; Er hat erst sehr spät die App auf dem iPhone ausprobiert, davor nur auf einem Simulator; Als er die Meernotes App das erste mal auf dem iPhone testete, ging diese einfach nicht, es stellte sich raus, dass das nur wegen einen kleinen Fehlers war.; XCode; Als Nicolae seine App veröffentlichte, verbreitete sich die Neuigkeit viral; Blog JournalApps; App Marketing ist harte Arbeit.; Nicolae empfiehlt die Mails kurz und prägnant zu halten.; Meernotes 2
01:16:00
Zukunft

Meernotes wird es auch bald für das iPad geben; Apple feierte kürzlich 40.000.000.000 Downloads in App Store; One-Man Software wird seltener, die App Qualität wird besser.; Wunder-Kit; Es gibt so wenig brauchbare Apps, es ist Goldgräberstimmung.; Die meisten haben kein richtiges Geschäftsmodell; Abhängigkeit vom AppStore bzw. Apple; Er hat nie darüber nachgedacht Meernotes auf anderes Betriebssysteme zu portieren; Android Geräte zu testen ist aufwendiger; Nicolae würde als User Interace am liebsten ein Notizbuch nur als digital haben.; Keine Bildung ohne Medien; Hörertreffen Jobscast; Sendungsende: 22:05 Uhr



JCS001 – Weihnachtsspecial

Weihnachten Die Weihnachtszeit ist bald auf ihrem Höhepunkt und damit neigt sich auch das erste Jahr Jobscast zu Ende.
Für mich waren die Erfahrungen, die ich mit meinen tollen Gästen über das Jahr gesammelt habe sehr beeindruckend. Genauso wie die Resonanz von euch! In diesem kurzen Special möchte ich mich bei allen Hörern, allen Gästen und all denen bedanken, die mich dieses Jahr unterstützt haben.


JC017 – Historiker und Designer Teil 1

Gast: Daniel NicolaeDaniel Nicolae

Daniel Nicolae lebt in England und beendet dort gerade, an der University of Oxford, seine Doktorarbeit mit einem Thema aus der Medizingeschichte. Er ist außerdem der Entwickler von Meernotes. Meernotes ist eines der schönsten wenn nicht sogar das schönste Notizprogramm für iOS.

Eigentlich hätten wir uns ja auch noch über Design unterhalten wollen. Dazu kam es aber leider nicht weil wir uns bei der Geschichte verquatscht haben.
Im Januar gibt es Teil 2 in dem wir uns dann ausführlich mit dem Thema App Design und generell mit Design beschäftigen werden.

Die Shownotes zur Sendung folgen dann die Tage.


JC016 – Journalist Thilo Baum – Der Klartextexperte

Von: www.thilo-baum.de

Gast: Thilo Baum

Thilo Baum hilft als Experte für Klartext Menschen und Organisationen, ihre Botschaften auf den Punkt zu bringen. Der Kommunikationswissenschaftler (Publizistik-Abschluss 1998 an der FU Berlin) und Journalist (bis 2003 Schlussredakteur beim „Berliner Kurier“) überträgt dabei die Kunst der Schlagzeile in die Unternehmenskommunikation.

Thilo Baum in der SWR2 Aula: Thema verfehlt! Sechs! Wie das Bildungssystem am Leben vorbeilehrt

Die Folge ist jetzt online.
Die Shownotes sind gerade noch in Arbeit. Hier der Link zum Piratenpad


JC015 – Podcaster

Gast: Tim Pritlove

Tim Pritlove produziert seit 2005 Podcasts und hat dies 2008 zu seinem Hauptberuf gemacht.

Unter dem Namen Metaebene Personal Media produziert Tim Pritlove eine Reihe von Radiosendungen, welche als Podcast im Internet zum Herunterladen angeboten werden.

Themen:

Zusammengetragen von: @Quimoniz

00:00:00 Tims Schulzeit #chapter
Tim war kein besonders herausragender Schüler.
Tim war auf einer Waldorfschule, das war eine Entscheidung seiner Mutter, der diese einfacher charmanter war.
Tim wuchs in den 70er Jahren auf in sozial schwierigeren Verhältnissen, in der Schule wurde jedoch nie Anstoss daran genommen.
78, 79 sparte Tim Geld dafür einen Schachcomputer zu kaufen.
Mit ca. 16 Jahren kaufte sich Tim um 1982 seinen ersten Computer
10 PRINT hello, 20 GOTO 20 #spoiler
Programmieren <http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierung> #wikilink
BASIC <http://de.wikipedia.org/wiki/BASIC>#wikilink
C64 <http://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64> #wikilink
Er hing dann in Kaufhäusern an den C64 rum mit anderen Jugendlichen
Assembler, 6502 „wenn man Assembler programmiert, dann versteht man den Computer“ #zitat
– Assembler <http://de.wikipedia.org/wiki/Assemblersprache> #wikilink
C <http://de.wikipedia.org/wiki/C_%28Programmiersprache%29> #wikilik

00:09:00 Nach dem Abitur #chapter
Er wurde von seinen Freunden überredet, Informatik zu studieren, weil das mit Computern ist, aber da überkam ihn das Schaudern, das hat für ihn nicht gepasst, nach 3 Monaten brach er es ab.
Hackerrunde Hannover
Kleinanzeigenerfassungssystem
Eigene, kleine Projekte
Systemadministration
Die Hannoversche Hackerrunde „Die Dienstagsrunde“
Karl Koch <http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Koch_%28Hacker%29> #wikilink
Usenet <http://de.wikipedia.org/wiki/Usenet> #wikilink
Xenix <http://de.wikipedia.org/wiki/Xenix> #wikilink
ChatMail
Tim fing schon früh mit Unix an in ’87, ’88
„send-screen-Welt“ IBM Main Frame
Tim denkt nicht nach über die Zukunft, „die passiert eh“
DTP <http://en.wikipedia.org/wiki/Distributed_transaction_processing> #wikilink
Es waren sehr viele überfordert mit ihrer Technik, Tim fixte diese, und kriegte dafür sein Geld.
Tim ist nicht indoktriniert worden, dass er eine Lehre ergreifen hätte sollen.
Wenn man sich mit dem beschäftigt, was gerade da ist, und dass einem Spass macht, dann ist man immer motiviert.
Er ist dann über Freunde um ’90 an das Internet gekommen.
RFCs <http://www.rfc-editor.org/>
Er hat ein Jahr lang Siemensprogrammierern erklärt wie Unix funktioniert.
Hacker, Geek (ganz besonders gut programmmieren können), Nerd (soziale Komponente) sind nur verschiedene Blickwinkel auf Menschen die die Welt kritisch hinterfragen, und wollen wissen, wie es wirklich funktioniert.
Begriff Nerd <http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd> #wikilink
Illuminaten <http://de.wikipedia.org/wiki/Illuminatenorden> #wikilink
Verschwörungstheorie <http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie> #wikilink
Discordia <http://de.wikipedia.org/wiki/Eris_%28Mythologie%29> #wikilink
Film über Karl Koch, 23 – Nichts ist so, wie es scheint <http://de.wikipedia.org/wiki/23_%E2%80%93_Nichts_ist_so_wie_es_scheint> #wikilink
Karl war ein sehr ruhiger Typ, mit langglidrigen Händen, und hatte eine besondere Aura
Nerds sind nicht bessere Menschen.
1992 hatte Tim schon einen Apple Macintosh, den er sich nach der Arbeit in einer Softwareentwicklerfirma für Macs in Hannover kaufte
Bei Opel schrieb er Technische Dokumentation
Grafikdesign mit Framemaker <http://de.wikipedia.org/wiki/FrameMaker> #wikilink

00:30:00 Beate Uhse #chapter
1992 Beate Uhse finanzierte Entwicklung der Die Villa, weil die 0190 Nummern aufkamen
Dann hatte er auch den Kontakt mit dem Hamburger CCC
CeBIT war damals, anfang der 90er „The Future“, ein „MUST- Termin“, dadurch knüpfte er auch Deutschlandweit Kontakte
Das Ziel der Entwicklung für Beate Uhse war eine Virtuelle Reperbahn.
„Cyberspace“ <http://de.wikipedia.org/wiki/Cyberspace> #wikilink
Tim erkannte damals, dass er bock hatte auf Quatschen Deluxe.
Dank der Finanzierung für ein Jahr konnten sie das System für 120 Leute gleicheitig aufsetzen.
Pager <http://de.wikipedia.org/wiki/Funkmeldeempf%C3%A4nger> #wikilink
Villa Kunterbunt, „Die Villa“.
Sie wurden überrascht vom viralen Effekt.
Bis 2001 lief die Villa, Tim zog es aber schon nach anderthalb Jahren weiter.
Wau Holland <http://de.wikipedia.org/wiki/Wau_Holland> #wikilink
CCC Hamburg <http://www.hamburg.ccc.de/>
Der Hamburger CCC war ihm nicht modern genug.
Er versank dann erstmal in Techno, bis er kein Geld mehr hatte, und ging dann nach Berlin, weil er ein Jobangebot kriegte.

00:42:00 Umzug nach Berlin #chapter
„Angst ist generell kein guter Berater“ #zitat
Tim steckt alles in seine Arbeit. #spoiler
Tim bewundert es wenn jemand bei einem grossen Unternehmen wie Siemens arbeiten kann, ihm selber wäre es aber ein Alptraum.
„Social-Media-Berater“, „Webprogrammierer“, „Search-Engine-Optimizer“ #spoiler
„Beruf ist halt Schall-und-Rauch“
Tim ist heute „Professioneller Amateur“ #spoiler
1995 Tim arbeitete dann für ein Unternehmen (Start-Up) das von der Bercom finanziert wurde, dort gab es damals schon eine Software die wie Google Earth eine Karte mit Straßen etc. in Echtzeit anzeigte. #spoiler
Silicon Graphics <http://de.wikipedia.org/wiki/Silicon_Graphics> #wikilink
Glasfaser <http://de.wikipedia.org/wiki/Glasfaser#Nutzung_als_Lichtleiter> #wikilink
Technokultur, Partys, niemand kannte das, damals um 1992
„Der Mainstream ist Techno“ #zitat
Tim weiss jetzt noch den Tag, da er das erstemal eine Werbung hörte, die mit Technomusik war. #spoiler
Die Technokultur war extrem Hippiemässig, und das prägte Tim extrem, und er wollte das kombinieren mit der Technik. #spoiler
Tim verfiel dann mehr in die Rolle eines Systemadministrators. #spoiler
Die Hackermethode: Man hat nicht immer ein klares Bild, dessen was man will, aber man beschäftigt sich eben erstmal damit, was einen gerufen hat, bis man es verstanden hat.
Die 90er Jahre in Berlin waren der totale Wahnsinn.
Tim fühlte sich schon immer sehr hingezogen zu den Wahnsinnigen und Irren. #spoiler

01:00:00 CCC #chapter
Des Clubs ehernes Gesetz: „Wer macht hat Recht“
Wer nur redet, und nicht tut, labert nur #spoiler
Chaos Communication Congress <http://events.ccc.de/>
Veranstaltungen sind eine irre Herausforderungen, man muss viel Talent aufbringen um alles zu organisieren. #spoiler
Eine gelungene Veranstaltungen ist eine, bei der die Besucher weggehen und vom nächsten mal reden. #spoiler
1996-97 wurde Hacker und Internet cool, und die ganzen Kiddies wollten rein
1998 Congress im Haus am Kölnischen Park, mit 2300 Leuten
Eigentlich wollte Tim das Camp machen. #spoiler
Bei der Planung eines Hackerkongress müssen alle alle Aufgaben übernehmen können, alle sind extrem engagiert. #spoiler
Die Planung des Camps involviert das Aussuchen einer Location, das planen der Location (Anfahren/Abfahren/Parkplätze), Kalkulation, Staff, Zelte, Infrastruktur, Sanitäre Anlagen, Strom.
Das bedeutete unter anderem, dass Dieselgeneratoren aufgestellt werden mussten, Feld gemäht, paar Kilometer Glasfaser in die Pferdewiese verbuddelt werden mussten für Internet. #spoiler
Datenklo <http://de.wikipedia.org/wiki/Datenklo> #wikilink
von 1998 bis 2005 organisierte Tim den Congress und das Camp #spoiler
Chaosradio, November 1995 <http://chaosradio.ccc.de/> #podcast

01:08:40 Podcasts #chapter
Tim erklärte extrem gerne Sachverhalte – „lernen und lehren“ sind sein Ding #spoiler
Er hat viel Gas gegeben beim Chaosradio, und dann auch mit dem Fritz Moderator Frank Rosengart die Sendung geplant. #spoiler
– Frank Rosengart <http://www.rosengart.de/> #wikilink
Holger Klein hat Begriffen was sein Ding ist, und was nicht sein Ding ist „Er hat die Sendung moderiert, und wir haben die Inhalte moderiert“ #spoiler
Johny Häusler <http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Haeusler> #wikilink
UKW <http://de.wikipedia.org/wiki/Ultrakurzwelle> #wikilink
„Publisher Hype“ in 2004, 2005, 2006
– Blogger <http://de.wikipedia.org/wiki/Blog> #wikilink
– RSS <http://www.rssboard.org/>
– Podcasting (dank RSS-enclosure) <http://en.wikipedia.org/wiki/RSS_enclosure> #wikilink
Im Herbst 2006 kam iTunes für Podcasts, einen Monat später gab es das Chaosradio als Podcast.
Dann fing Tim an mit dem Chaos Radio Express (CRE) <http://cre.fm> #podcast
Interhemd
Bundespost die zur Telekom wurde
– Tanzende Buchstabenaktion, adbusting durch interhemd mit „kapuTt“, „nullTarif“
CCC Magazin Datenschleuder <http://ds.ccc.de/>
Der CCC hat eine Gmbh zur Camp und Congress Organisation
– Tim war eher aus Not deren Geschäftsführer, das lag ihm nicht so
Tim hörte auf mit der Veranstaltungsorganisation, weil er sich immer nur im Kreis drehte.
Nach CRE experimenten war Tim klar, dass er noch mehr davon machen will.
Er machte dann Babypause. #spoiler
Er schlug vor, dass man ihm spenden solle, sodass er sich eine Bahncard 100 kaufen könne, um mehr CRE produzieren zu können. #spoiler
Die Spendenaktion schlug ein wie eine Bombe, damals hatte er eine Hörerschaft von ca. 8000 – 10000, per klassicher Überweisung. #spoiler
Nach zwei bis drei Wochen war das Geld zusammen, es war am Ende sogar übeschüssig, das konnte er in den Ausbau seines Metaebene Studios stecken. #spoiler
Metaebene Persona Media <http://metaebene.me/>
Momentan ist CRE in Premiummodus, das heisst, Tim achtet mehr auf Qualität denn Quantität.
Der zweite Podcast war Mobile Macs, welches zuvor ein finanzierter (Text-)Blog von O2 war <http://mobilemacs.de/> #podcast
Dann kam der erste Auftragspodcast: Die Gesellschafter. <http://metaebene.me/diegesellschafter/> #podcast
FSCKlog
2009 kam „Sacknase“ Holgi zu NSFW dazu <http://not-safe-for-work.de/> #podcast
„Holgi ist ein Profi […] der ist einfach on“ #zitat

01:33:40 Sendungsvorbereitungen #chapter
Tim ist bei jedem Podcast anders.
Bei Mobile Macs gibt es manchmal ein paar Notizen
Bei NSFW sammelt Tim vorher Material
Holgi kommt zu NSFW unvorbereitet. #spoiler
Die Schwäche bei den etablierten Interviewformaten ist, dass diese vorbereitet werden, und dann eher als Stichwortgabe geführt werden.
„Wenn ein Gast kommt und sich drei Seiten Bullet-Points hinlegt, dann wird das eine scheiss Sendung“ #zitat
Tims learning-by-doing Ansatz zur Interviewführung ist, dass er dumm fragt. Er lernt etwas, und andere hören zu.

01:39:00 Raumzeit-Podcast <http://raumzeit-podcast.de> #podcast #chapter
Über Andreas Schepers kam der Kontakt Zustande.
Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die Bedeutung der Raumfahrt aufzuklären.
Raumfahrt ist irre Emotional, die Leute die dort arbeiten, lieben das.
„To boldly go, to where no man has gone before“ #zitat #spoiler
Es ist Tim ein Privileg, eine Hörerschaft zu haben, die bereit sind zu lernen, die bereit sind ihre Meinung zu ändern.
In der Schwerelosigkeit wird einem erst klar, wie sehr man an Gravitation hängt, das fängt schon an beim Parabelflug.
Beim Hochfliegen des Flugzeugs wird der Gleichgewichtsinn ausser Gefecht gesetzt mit 1,8 G.
Wenn man dann den Kopf bewegt, und sich umschaut, sehen die Augen, dass sich alles bewegt, da denkt das Gehirn, dass man vergiftet ist, und will kotzen.
Man fliegt ohne Gravitation einfach erstmal geradeaus, auch wenn man rumzappelt, wenn man sich nicht abstossen kann, bewegt man sich einfach weiter.
Tim wurde nicht übel, er hielt sich akribisch an die Anweisungen, er bekam auch eine Spritze, damit die Reaktionen nicht so stark werden sollten.

01:50:00 Podcast herangehensweise #chapter
Tim hat nur Lieblingspodcastprojekte.
Wöchentliche Podcasts:
– Logbuch Netzpolitik <http://logbuch-netzpolitik.de/> #podcast
– Newz of the World <http://newz-of-the-world.com/> #podcast
Zweiwöchentliche Podcasts:
– NSFW <http://not-safe-for-work.de/> #podcast
– Mobile Macs <http://mobilemacs.de/> #podcast
Unregelmäßige Podcasts
– Der Lautsprecher <http://der-lautsprecher.de/> #podcast
– Kolophon <http://community.oreilly.de/blog/kolophon-der-podcast/> #podcast
Bei NSFW schaut sich Tim vorher das Material an, nur die ersten 10-15 Minuten müssen vorbereitet sein, der Rest ergibt sich. #spoiler
Essen vorher ist ein wichtiges Ritual.
Das nervigste ist, dass man die Sendung veröffentlichen muss.
Podlove <http://podlove.org>
Die Ursprungsmotivation war, dass die Software Dreck ist.
Podlove Podcast Publisher <http://podlove.org/podlove-podcast-publisher/>
Podlove Web Player <http://podlove.org/podlove-web-player/>
Tim will das Podlove Projekt „As soon as possible“ (fertig) haben.
Open-Source <http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source> #wikilink
Shownotes <http://shownot.es/>
Podcacription <http://podcascription.de/>
Tim hätte gerne ein Radio OS, einen Podlove-Kernel.
Man kann ja gar nicht alles wissen, sehr viele der Hörerschafft wissen es teilweise auch besser. #spoiler
Podcasts bestehen aus einer Mischung, einer Pyramide aus Unterhaltung, Wissen und Meinung.
Mobile Macs Intros von Daniel. <http://soundcloud.com/david1701>
„Es hat sich seit 1995 technisch nicht viel getan, deswegen habe ich jetzt Podlove gestartet“ #zitat
Podlove soll auch Cliententwickler integrieren, damit das ganze am Ende funktioniert. #spoiler
Arbeit der Arbeit willen war nie Tims Ding, er macht es vor allem auch weil es Spass macht.
Das normale (UKW) Radio ist nicht inovativ, da bewegt sich nix. #spoiler
Podcasts sind innovativ.
Ziel ist es, dass Podcasts dann als archiviertes Artifakt erscheinen.
Man will recherchieren können in Detaillierten Sendungsdaten. #spoiler
„Das Poblem ist, man findet alles sehr leicht, aber man findet es nicht wieder“ #zitat #spoiler
Tims Vorstellung ist, dass zu den Sendungsaufnahmen Transkriptionen dazukommen, mit Differenzierung der Sprecher, genauen Zeitmarken und Verlinkung von Fachbegriffen. #spoiler
Es sollen auch alle der Community zu den Sendungsnotizen beitragen können, bspw. mit Pull-Request. #spoiler
Es entsteht eine neue Öffentlichkeit mit den Podcasts.
Tims Vision ist, dass die Hörer eines Podcasts zu den Shownotes githubartig direkt im Player beitragen könnten. #spoiler
Wenn man den Reiz hat, Podcasts zu machen, sollte man
– 1. einen Fokus haben,
– 2. Sich nicht der Illusion hingeben, dass die Audioqualität keine Rolle spielen würde,
– 3. Sendebewusstsein haben.
Tim ruft auf ein ordentliches PHP Webinterface für Shownotes zu bauen
Astros Prittorrent unter Bitlove <http://bitlove.org/>
Auphonic <https://auphonic.com/>
Georg Holzmann, der Auphonic losgetreten hat, im Lautsprecher <http://der-lautsprecher.de/ls007/> #podcast
Tim sind keine Nachteile des Podcaster Berufes bekannt, ausser den eben genanntenn, dass noch zu wenig gute Software existiert, um die repetitiven Probleme zu lösen. #spoiler
Daniel findet, viel zu viele machen Dinge, die sie nicht machen wollen.

02:24:00 Warum kann Tim das machen, was er tut? #chapter
Tim versteht das als Beschränkung, er kann nur jene Dinge gut machen, die er toll findet.
Tim hat das Environment, dass er braucht, alles was noch gemacht werden muss ist Software.
Hoaxilla <http://www.hoaxilla.de/> #podcast
Tim ist bei drei Projekte besonders zufrieden damit, diese gemacht zu haben:
– Die Villa war bleeding edge, super, und einfach irre.
– Veranstaltungsorganisation
– Blinkenlights <http://blinkenlights.net/>

02:29:38 Sendungsende: 14:00:29 Uhr


JC013 Schule – Ein Nürnberger Trichter?

Gast: Leonard Wolf

Jeder sollte sie besucht haben oder ist gerade noch dabei sie zu besuchen. Jeder hat sie manchmal mehr geliebt und manchmal mehr oder weniger gehasst.
Ob 13, 12, 10 oder 9 Jahre. Die Schulzeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus.
Leonard Wolf ist Schulexperte denn er besucht derzeit die Primo-Levi-Oberschule in Berlin. Er wird uns von dem Beruf des Schülers berichten welcher manchmal härter ist also so mancher 9-to-5 Job im Büro.

Zum ersten Mal gibt es in dieser Sendung auch Kapitelmarken.

Erklärung: Der Nürnberger Trichter

Ich entschuldige mich für die Lautstärke Unterschiede von Leonard und mir. Ich bin gerade noch am basteln. Aber die generelle Qualität sollte demnächst deutlich besser sein.

Themen Zusammengetragen von: @Quimoniz, @EvitaBley, @kaeffchen_heinz – Vielen Dank an euch!

  • Er geht zur Primo-Levi-Oberschule in Berlin <http://www.gymnasium-weissensee.cidsnet.de/joomla/>
  • Er macht G8 <http://de.wikipedia.org/wiki/Abitur_nach_Klasse_12> #wikilink
  • Freiwilliges Soziales Jahr <http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliges_Soziales_Jahr>#wikilink
  • Er hat 35 Stunden pro Woche Unterricht
  • Abitur <http://de.wikipedia.org/wiki/Abitur> #wikilink
  • Maximal haben sie bis 15:15 Uhr Schule (8 Stunden), in der neunten Klasse.
  • Er hat keinen Leistungsdruck durch seine Eltern
  • Das Schulklima ist für ihn so ok
  • Berlin: Gymnasium und Sekundarstufe 2 Mischung aus allem quasi Gesamtschule
  • 6 Jahre Grundschule mit der Möglichkeit die 5 und 6 schon auf dem Gymnasium zu machen
  • Vorteile von 6 Jahren Grundschule: Freundschaften festigen und bessere Vorbereitung auf weiterführende Schule
  • Er konnte durch 6 Jahre Grundschule viele Freunde behalten
  • Der Sprung vom Gesamtschulunterricht in der sechsten zum Gymnasialschulunterricht in der siebten war deutlich schwieriger.
  • Die Freizeit ist seit dem Gymnasium eingeschränkt, weil mehr zu Hause nachgearbeitet werden muss
  • MSA = Mittlerer Schulabschlus quasi Realschulabschluss <http://de.wikipedia.org/wiki/Mittlerer_Schulabschluss> #wikilink
    er ist ein „guter“ Schüler. 

00:15:00 (ca.) Hausaufgaben

  • Forderungen der Lehrer sind sehr hoch und wenn man nicht „dranbleibt“ ist es sehr schwer.
  • Er macht bis zu 2 Stunden am Tag Hausaufgaben
  • Hausaufgaben werden teilweise einzeln durchgeschaut, gemeinsam kontrolliert, aber es ist kein großes Problem wenn man sie mal nicht hat. 
  • Daniels Sicht ist, dass man Hausaufgaben freiwillig stellen sollte. Leonards Sicht ist, dass ein bisschen Druck hilfreich ist.
  • Gedichtsanalyse <http://de.wikipedia.org/wiki/Gedichtinterpretation> #wikilink
  • Ethik <http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik> #wikilink
  • Bei Stress arbeitet er diesen einfach ab, danach macht er was schönes.
  • Sein Hobby ist die Zauberkunst
  • „Flow“ <http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_%28Psychologie%29> #wikilink
  • Die Schulen können schlecht das Vorbereitung auf Präsentationen lehren.
  • Teilweise lernt er für die Lehrer, teilweise auch für’s Leben.
  • Lernstrategien (bspw. Karteikarten) helfen ihm nicht mehr, als ohne solche zu lernen.

00:30:50 Bulemie-Lernen bei Klausuren

  • Teilweise vergisst er wieder nach Arbeiten, aber kann es dann später schneller wieder neu lernen.
  • Daniel: Was war das wichtigste was du bisher in der Schule gelernt hast? Leonard: Englisch
  • Die Zauberei hat ihm geholfen menschliche Fähigkeiten zu lernen.
  • Bei der Aktivität in AGs gibt es zwei Gruppen, aktive, und passive, die wenige ausserschulische Aktivitäten machen.

00:35:00 Schülerclub

  • FSJler machen bei seiner Schule AGs, Schülervertrtung, und bieten Raum zum gemeinsamen Aufenthalt (Schülerclub).
  • Die Schüler haben den Schülerclub renoviert
  • ClubMate <http://www.club-mate.de/> #homepage
  • Im Schülerclub haben sie PCs, WLAN, und es werden keine fünftklässler gemobbt.
  • In der restlichen Schule gibt es kein freies WLAN
  • Aktive Boards <http://de.wikipedia.org/wiki/Smartboard#Digitale_Whiteboards> #wikilink
  • Daniels Idee: Tafelbilder der Unterrichtsstunden für die Schüler anbieten, sodass die Schüler jene nicht nochmal abschreiben müssen.
  • E-Learning <http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning>
  • Man ist auf Facebook befreundet, aber benutzt keine Gruppen dort, oder anderweitige Tools.
  • Er wollte für die Schülerzeitung ein Piratenpad eröffnen <http://www.piratenpad.de/>
  • E-Learning Plattform Moodle <http://moodle.de/>
  • Die jüngeren Lehrer sind die besseren Lehrer, ältere Lehrer haben manchmal bessere Lehrtechniken.
  • Ein schlechtes Verhältnis zum Lehrer führt zu Unwillen beim Lernen.
  • Leonard sieht Druck als nötig an, aber bei zu viel Druck schafft man es nicht mehr zu lernen.

00:51:00 Unterrichtsformen

01:15:40 Schülerzeitung

  • Man darf Gedichte, Reportagen und Empfehlungen in der Schülerzeitung veröffentlichen, es wird nicht von der Schule zensiert.
  • Die Schüler können immer besser mit den Medien umgehen, obgleich Medienkompetenz nicht unterrrichtet wird.
  • Informationstechnischegrundbildung ITG <http://de.wikipedia.org/wiki/Informationstechnische_Grundbildung> #wikilink
  • In seiner Klasse hat nur ein anderer einen Blog.
  • Ab und an wird eine Internet-Recherche als Aufgabe gestellt
  • Er würde sich freuen wenn jeder Schüler ein Blog hätte
  • Den etwas älteren Lehreren würde bei einem Projekt zur selbständigen Erarbeitung und Vorstellung eines Themas verteilt auf Gruppen über 2 Wochen die Kontrolle fehlen. 

01:29:40 Konferenzen

  • Dass manche Lehrer sich untereinander nicht verstehen, zeigen sie den Schülern nicht.
  • Manche Lehrer haben ihre E-Mail Addressen heraus gegeben
  • Die Lehrer könnten sich bei Schulfesten mehr beteidigen
  • Klassensprecher gehen in Gesamtschülerkonferenzen wo Themen angesprochen werden
  • Leider sind manche nur Klassensprecher um im Monat 2 Stunden frei zu haben, und vertreten ihre Klasse nicht.
  • Die Schüler erwarten nichts von den Gesamtkonferenzen, die Lehrer erwarten Berichte gegenüber der Klasse von den Klassensprechern.
  • Viele Schüler sind an der Schülervertretung uninteressiert, oder informieren sich schneller über andere Wege.

01:40:00 Gefahren von sozialen Netzwerken

01:49:00 Ist Schule Zeitverschwendung?

  • Leonard glaubt man kann in der Schule sehr viel wissensmässig lernen, aber menschliche Fähigkeiten lernt man woanders. Man sollte auch andernorts lernen.


JC014 Leben und Lehren im Orient – Talk mit dem Iran

Gast: Michael Brender

Michael Brender mit Schülern der deutschen Konsulatsschule


Michael Brender ist Mathematik und Chemie Lehrer und hat in den letzen Jahrzehnten mehrmals Deutschland den Rücken gekehrt. Vor einigen Jahren unterrichtete er bereits in der Türkei. Seit 2008 erfüllt er seine Pflichten im Iran.

In dieser Folge ging alles schief, was schief gehen konnte. Die Audio Qualität ist so schlecht, dass ich das Hören nur sehr hart gesottenen und unempfindlichen Ohren empfehle.
Das Problem mag daran gelegen haben, dass die Verbindungsqualität zum Iran sehr schlecht war und ich bei der Aufnahme nur eine Spur verwenden konnte.
Veröffentlicht wird diese Folge nur, da der Inhalt dieser Folge sehr interessant war und ich die Datei nicht wegschmeißen möchte.


Jobscast Impossible: Apple Store Mitarbeiter dürfen nicht interviewt werden

Jubel, Trubel, Heiterkeit …

Auf der Suche nach Interviewpartnern muss man immer wieder feststellen, dass es manche Berufe und Berufsgruppen gibt, welche es kaum erlauben von den Medien, also auch von Podcastern, befragt zu werden. Dazu musste ich in der Vergangenheit feststellen, dass beispielsweise der Beruf des Polizisten in diese Kategorie einzuordnen ist.

Getrieben von der Hoffnung, einen Apple Store Mitarbeiter zu finden, welcher Einblicke in seinen Beruf geben möchte, habe ich mich heute in die allgemeine Beklatschungs- und Bejubelungsszenerie nach Sindelfingen begeben. Dort eröffnete vor wenigen Stunden der ersten Baden-Württembergische Apple Store. Positiv überrascht war ich von der Behandlung durch die anwesenden PR Berater, welche sich bei einer Store Eröffnung um die anwesende Presse kümmern. Auch als Podcaster und nicht als Vertreter klassischer Medien wurde ich ernst genommen und Fragen sind größtenteils beantwortet worden. Ging es jedoch um Interviews mit Mitarbeitern, wurde streng durchgegriffen. So war es einem Apple Store Genius, welcher gerade vor dem Mikrofon einer Reporterin des Radiosenders Energy sprach untersagt worden, weitere Auskünfte zu geben. Die Reporterin wurde in immerhin freundlichem Ton gebeten, weitere Interviews mit Store Mitarbeitern zu unterlassen.

Man möchte verhindern dass vertrauliche Informationen das Unternehmen verlassen. Dazu gehöre auch die Ausbildung zu einem Apple Store Kundenberater, so die Angaben eines PR Beraters.

So wie es aussieht wird es bei diesem Beruf vorerst tatsächlich bei einem Jobscast Impossible bleiben. Man hat mich lediglich mit einer E-Mail Adresse vertröstet. Ich könne mich an das PR Büro wenden und dann würde meine Anfrage geprüft werden. Ich hoffe jedoch in näherer Zukunft einen ehemaligen Mitarbeiter finden zu können.

Damit diese Beitrag nicht ganz befreit von akustischen Eindrücken ist gibt es hier einen kleinen Ausschnitt aus der Eröffnungsbeklatschung (die Jubelrufe kommen übrigens nicht etwa von begeisterten und in der Schlange stehenden Besuchern, sondern von den laolawellenden Apple Store Geniuses):