JC019 – Moderator und Drehbuchautor Ralph Caspers Teil 1

Fotograf: Johannes Haas

Fotograf: Johannes Haas

Gast: Ralph Caspers

Da Ralf arbeiten musste, ist unser Gespräch etwas kurz geraten. Es wird aber definitiv einen Teil 2 in den nächsten Wochen geben.

Ralph macht Fernsehen für alle, die neugierig genug sind, mit ihm Neues zu entdecken – und auf Skurriles und Ironie dabei nicht verzichten wollen.

Die ersten TV-Schritte machte er mit dem Tiermagazin „Muuuh!“ (Super RTL). 1996 wechselte Ralph Caspers zum WDR, wo er der Tierwelt treu blieb: Gemeinsam mit Shary Reeves moderierte er den „Maus Club“. Mit einer Sachgeschichte darüber, wie der Henkel an den Becher kommt, gab er 1999 sein Debüt in der „Sendung mit der Maus“. Für „Wissen macht Ah!“, das er mit Shary Reeves seit 2001 moderiert, schreibt Ralph auch die Drehbücher.

Ralph Caspers ist nicht nur vor der Kamera aktiv: 2002 hat er seinen Abschluss an der Kunsthochschule für Medien in Köln gemacht. Thema: Die Entwicklung einer Fernsehsendung. Ergebnis ist „Late Morgen“, das am 16. Februar 2003 im Ersten gezeigt wurde.

Quelle: www.checkeins.de

Themen:
Zusammengetragen von: @EvitaBley,@SimonWaldherr,@Quimoniz,BigMcIntosh

00:03:00
Ralphs Schulzeit

Seine Schulzeit hat ihn sehr geprägt; 1. Klasse „Uli der Fehlerteufel“ war eine rote Socke als Handpuppe; Er fand viele Lehrer fürchterlich und nur einige super; 3. Klasse Aufklärung; „Mit so wenig Aufwand wie nötig, das meiste erreichen“; Das bedeutet, er war faul; Gymnasium; Katholische Jungen-Schule (mit Mädchen und Protestanten); Ralph ist evangelisch; Salesianer; Don Bosco Mönch aus Italien; Er ist einer der wenigen, die noch nicht aus der Kirche ausgetreten sind; Wissenschaft und Kirche sind für ihn kein Widerspruch; Die Bibel ist ein tolles Buch, aber man sollte nicht alles für bare Münze halten; Man durfte Religion nicht abwählen; Deutsch und Englisch als Hauptfächer im Abitur; In Deutsch und Englisch war er gut; Nach der Schule hat er die verschiedensten Jobs gemacht, um herauszufinden, was er nicht machen will; Pathologie; Galvanosierungsbetrieb; Akkordarbeit den ganzen Tag findet er furchbar; in der Pathologie geht es sehr würdevoll zu.; man muss vorsichtig sein, dass keine blauen Flecke entstehen; Die Pathologie war im Keller und sehr kalt
00:12:00
Fernsehen

Das Testbild hat ihn zum Fernseher gebracht; Stereoton Versuchssendung; Es wurde gezeigt, was man mit Stereo alles machen kann; 2-Kanal-Ton (deutsch und englisches Original); Seine Mutter meinte, er solle jetzt mal selbst arbeiten gehen; Praktikumsplatz bei einer Produktionsfirma (Sat.1); Geh aufs Ganze! (Fernsehsendung); Jörg Draeger:; Der Zonk; Glücksrad; Es gab ein Casting für die Mitspieler; Geldgewinne konnten direkt mitgenommen werden, der Rest dann im Nachhinein; In der Wikipedia steht, dass er bei Sat1 von Super RTL entdeckt worden ist; Grundy; Kollegin kam vom Vorsprechen bei SuperRTL genervt zurück und meinte Ralph kann das besser als die Anderen; David Wilms; Christoph Erbes?; er durfte selber lernen, wie man vor der Kamera agiert und musste sich nicht verbiegen; World Wildlife Fund (WWF); Muh Sendung
00:27:30
Kunsthochschule Grundstudium für Medien

es gab im Studium immer jemanden den man fragen konnte, wenn man Hilfe brauchte; Bekanntheit zu der Zeit war noch nicht so groß; Diplomstudiengang Film/Fernsehen, er machte Regie und Drehbuch; wie schreibt man für´s sprechen; „Trau dich so zu schreiben wie du sprichst“; Aufschreiben wie 2 Leute sich unterhalten; Unterschiede zwischen deutschen und englischen Drehbüchern; Ruhrtriennale; Deutsche Schauspieler sind zu verkopft, Spielen zu gekünstelt; Als Ralph angefangen hat bei SuperRTL, sagte ihm keiner wie er zu sein habe; Bei der Moderation passiert immer etwas unvorhergesehenes, wenn einem die gespielte Rolle fern liegt, dann muss man sich nach dem Fehler neu wieder in seine Rolle finden; Bei seinen beiden ersten Bewerbungen verstellte er sich, bei der ersten wurde er wenigstens vorgeladen, aber bei beiden abgelehnt.; „Sendungen die ich mache, sind Sendungen, die ich gerne gucken würde“; Bei seiner dritten Bewerbung verstellte er sich nicht, und wurde genommen, so geht er auch an seine Rollen in seinen Sendungen ran.; Shary Reeves; Sendungen bereitet er vor, in dem sie sich absprechen
00:43:00
Künstlerhandwerk

: Ist das gut aussehen mehr Handwerk, als mehr Gefühl?; sowohl als auch, da ist vieles Handwerk.; Ästethisches Grundgefühl ist auch wichtig, wird aufgebaut durch immer wieder klar machen, Warum einem etwas bestimmtes gefällt.; Direkt nach SuperRTL zum WDR gegangen; Arbeit beim WDR neben dem Studium; MausClub; WDR hatte viele kleine Sachgeschichten, die nicht in die „Sendung mit der Maus“ gepasst haben; Tigerenten Club; Disney Club; Aus den vielen kleinen Sachgeschichten im MausClub entwickelte er mit Shary Wissen macht Ah!; Ralph macht eigentlich nur Sachen die ihm Spass machen, weil er ein sehr einfaches Gemüt habe, kommt das vielleicht gut beim Publikum an.; Die Wissen Macht Ah! Sendungen werden aktuell etwa 4 mal pro Woche ausgestrahlt; Die Produktion verläuft in 20 Episoden umfangenden Staffeln, einmal pro Jahr, 4-5 Studioaufnahmen.; Redaktionskonferenz entscheidet, welche Themen besprochen werden; Wöchentlich werden 3 neue Sendungen ausgestrahlt, eine wiederholt.; Ein Produktionstag sieht so aus, dass man sich um 9 beim Studio trifft, dann werden er und Shary geschminkt, dann treffen sie sich, besprechen in welcher Reihenfolge sie die Studiomoderationen aufnehmen, dann wiederholen sie die einzelnen Takes, bis es stimmt, und schreiten so fort, bis 17 Uhr, bis sie die 7 Studiomoderationen für eine Sendung zusammen haben.; Sie machen es ohne Teleprompter, lernen die Texte auswendig.; Bei der Verabeschiedung passieren die meisten Outtakes.; Alles was nach dem Schüss kommt wird improvisiert.; Bei der Sendung mit der Maus werden nur Sachgeschichten produziert, gesammelt und redaktionell geplant.; Ralph hat leider keinen Regiestuhl; Kein Festes Set für „Sendung mit der Maus“; Hat Ralph schon mal Live gesendet?; Riverboat; Maus-Türöffnertag; Late-Morgen war Ralphs Diplomarbeit; Es wurde vom WDR produziert; Ralphs Studium an einer Kunsthochschule war kein wisschenschaftlichenes sondern ein künstlerisches Arbeit; Ist es sinnvoll direkt nach dem Abitur zu studieren?; Direkt nach dem Abitur ist man reizüberflutet, weiss nicht was man tun soll im Studium; Als Künstler muss der Wille etwas künstlerisches zu schaffen aus einem selbt raus kommen; Ralph absolvierte ein Diplomstudium (mind. 9 Semester Studiert); Ralph muss im Anschluss zum WDR; Die grösste Herausforderung ist, es Kinder zu haben, da bereitet einen keiner drauf vor.; Die grösste Herausforderung ist es etwas zu finden, dass einem Spass macht, die eigentliche Arbeit ist dann trotz auftretender probleme keine extreme Herausforderung; Sendungsende