Revolution des Bildungssystems – Gespräch mit Richard Gerver

Revolution des Bildungssystems

Wie muss die Schule von Morgen aussehen? Reichen die üblichen Reformen aus um die Generation der Zukunft auf eine noch unbekannte Welt vorzubereiten oder brauchen wir eine Revolution des Bildungssystems?
Darüber habe ich mit Richard Gerver gesprochen. Richard Gerver ist Autor von Creating Tomorrow’s Schools Today und ehemaliger Schulleiter der Grange Primary School. Er hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen das „Undenkbare“ möglich gemacht. Eine Schule, die ermutigt. Eine Schule, die nicht nur Wissen, sondern Sinn vermittelt. Eine Schule, die Spaß macht.

Richard Gerver:

„Why is school not as exciting as Disney World? I can hear the laughter now, but why isn’t it? Why is it that on a cold February morning, if my child wakes up with a sore throat, they will cough, splutter and act as if the need to be read the last rites, instead of wanting to go to school, yet if they woke up on that same February morning with the same sore throat in Disney World, Cinderella’s mice turned horses couldn’t keep them away form a day at the Magic Kingdom? Why should school not feel more like that?“

Das Grangeton Project – Eine Reportage

JC026 – Politikwissenschaftler 2.0

Gast: Dr. Ragnar Müller

Dr. Ragnar Müller ist Politikwissenschaftler, Autor und Trainer. Seit 15 Jahren führt er im In- und Ausland Fortbildungen zur EU durch und ist Autor mehrerer EU-Einführungen und Unterrichtspakete.

Seine Dissertation widmete sich der Frage: „Wie kann man komplexe Themen wie Globalisierung oder europäische Integration vermitteln?“ (www.online-dissertation.de).

Er ist Geschäftsführer von Agora (Gesellschaft für Wissensvermittlung über neue Medien und politische Bildung – www.gesellschaft-agora.de) und Vorstandsmitglied von Pharos (www.pharos-online.org, www.dadalos.org).

JC021 – Gesellschaft, Arbeit, Psychologie und Bildung

Beate KrolGast: Beate Krol

Geboren 1968 in Osnabrück, studiert in Bielefeld, volontiert in Hamburg an der Henri-Nannen-Schule. Journalistisch (fast) alles ausprobiert: Agentur, Tageszeitung, Wochenzeitung, Zeitschrift, Fernsehen, Hörfunk, Online. Hängengeblieben bei Radio-Feature und Zeitschriftenreports, u.a. für SWR2 Wissen und „Menschen“ (Aktion Mensch). Außerdem in der Aus- und Weiterbildung tätig, u.a. bei der Evangelischen Journalistenschule und dem MDR. 2009 Beginn einer Zusatzausbildung am Zentrum für Kommunikationspsychologie der Universität Hamburg.

Im Gegensatz zu anderen Folgen von Jobscast liegt bei dieser Episode der Fokus nicht auf einem Beruf an sich. Die Idee ist ein Realitätsabgleich zu gesellschaftlichen, politischen und bildungsrelevanten Themen. Welche Herausforderungen stellt das Berufsleben an die Menschen? Wie wird sich die Arbeitswelt verändern? Welche Chancen werden Schülern geboten? …


JC016 – Journalist Thilo Baum – Der Klartextexperte

Von: www.thilo-baum.de

Gast: Thilo Baum

Thilo Baum hilft als Experte für Klartext Menschen und Organisationen, ihre Botschaften auf den Punkt zu bringen. Der Kommunikationswissenschaftler (Publizistik-Abschluss 1998 an der FU Berlin) und Journalist (bis 2003 Schlussredakteur beim „Berliner Kurier“) überträgt dabei die Kunst der Schlagzeile in die Unternehmenskommunikation.

Thilo Baum in der SWR2 Aula: Thema verfehlt! Sechs! Wie das Bildungssystem am Leben vorbeilehrt

Die Folge ist jetzt online.
Die Shownotes sind gerade noch in Arbeit. Hier der Link zum Piratenpad


JC013 Schule – Ein Nürnberger Trichter?

Gast: Leonard Wolf

Jeder sollte sie besucht haben oder ist gerade noch dabei sie zu besuchen. Jeder hat sie manchmal mehr geliebt und manchmal mehr oder weniger gehasst.
Ob 13, 12, 10 oder 9 Jahre. Die Schulzeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus.
Leonard Wolf ist Schulexperte denn er besucht derzeit die Primo-Levi-Oberschule in Berlin. Er wird uns von dem Beruf des Schülers berichten welcher manchmal härter ist also so mancher 9-to-5 Job im Büro.

Zum ersten Mal gibt es in dieser Sendung auch Kapitelmarken.

Erklärung: Der Nürnberger Trichter

Ich entschuldige mich für die Lautstärke Unterschiede von Leonard und mir. Ich bin gerade noch am basteln. Aber die generelle Qualität sollte demnächst deutlich besser sein.

Themen Zusammengetragen von: @Quimoniz, @EvitaBley, @kaeffchen_heinz – Vielen Dank an euch!

  • Er geht zur Primo-Levi-Oberschule in Berlin <http://www.gymnasium-weissensee.cidsnet.de/joomla/>
  • Er macht G8 <http://de.wikipedia.org/wiki/Abitur_nach_Klasse_12> #wikilink
  • Freiwilliges Soziales Jahr <http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliges_Soziales_Jahr>#wikilink
  • Er hat 35 Stunden pro Woche Unterricht
  • Abitur <http://de.wikipedia.org/wiki/Abitur> #wikilink
  • Maximal haben sie bis 15:15 Uhr Schule (8 Stunden), in der neunten Klasse.
  • Er hat keinen Leistungsdruck durch seine Eltern
  • Das Schulklima ist für ihn so ok
  • Berlin: Gymnasium und Sekundarstufe 2 Mischung aus allem quasi Gesamtschule
  • 6 Jahre Grundschule mit der Möglichkeit die 5 und 6 schon auf dem Gymnasium zu machen
  • Vorteile von 6 Jahren Grundschule: Freundschaften festigen und bessere Vorbereitung auf weiterführende Schule
  • Er konnte durch 6 Jahre Grundschule viele Freunde behalten
  • Der Sprung vom Gesamtschulunterricht in der sechsten zum Gymnasialschulunterricht in der siebten war deutlich schwieriger.
  • Die Freizeit ist seit dem Gymnasium eingeschränkt, weil mehr zu Hause nachgearbeitet werden muss
  • MSA = Mittlerer Schulabschlus quasi Realschulabschluss <http://de.wikipedia.org/wiki/Mittlerer_Schulabschluss> #wikilink
    er ist ein „guter“ Schüler. 

00:15:00 (ca.) Hausaufgaben

  • Forderungen der Lehrer sind sehr hoch und wenn man nicht „dranbleibt“ ist es sehr schwer.
  • Er macht bis zu 2 Stunden am Tag Hausaufgaben
  • Hausaufgaben werden teilweise einzeln durchgeschaut, gemeinsam kontrolliert, aber es ist kein großes Problem wenn man sie mal nicht hat. 
  • Daniels Sicht ist, dass man Hausaufgaben freiwillig stellen sollte. Leonards Sicht ist, dass ein bisschen Druck hilfreich ist.
  • Gedichtsanalyse <http://de.wikipedia.org/wiki/Gedichtinterpretation> #wikilink
  • Ethik <http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik> #wikilink
  • Bei Stress arbeitet er diesen einfach ab, danach macht er was schönes.
  • Sein Hobby ist die Zauberkunst
  • „Flow“ <http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_%28Psychologie%29> #wikilink
  • Die Schulen können schlecht das Vorbereitung auf Präsentationen lehren.
  • Teilweise lernt er für die Lehrer, teilweise auch für’s Leben.
  • Lernstrategien (bspw. Karteikarten) helfen ihm nicht mehr, als ohne solche zu lernen.

00:30:50 Bulemie-Lernen bei Klausuren

  • Teilweise vergisst er wieder nach Arbeiten, aber kann es dann später schneller wieder neu lernen.
  • Daniel: Was war das wichtigste was du bisher in der Schule gelernt hast? Leonard: Englisch
  • Die Zauberei hat ihm geholfen menschliche Fähigkeiten zu lernen.
  • Bei der Aktivität in AGs gibt es zwei Gruppen, aktive, und passive, die wenige ausserschulische Aktivitäten machen.

00:35:00 Schülerclub

  • FSJler machen bei seiner Schule AGs, Schülervertrtung, und bieten Raum zum gemeinsamen Aufenthalt (Schülerclub).
  • Die Schüler haben den Schülerclub renoviert
  • ClubMate <http://www.club-mate.de/> #homepage
  • Im Schülerclub haben sie PCs, WLAN, und es werden keine fünftklässler gemobbt.
  • In der restlichen Schule gibt es kein freies WLAN
  • Aktive Boards <http://de.wikipedia.org/wiki/Smartboard#Digitale_Whiteboards> #wikilink
  • Daniels Idee: Tafelbilder der Unterrichtsstunden für die Schüler anbieten, sodass die Schüler jene nicht nochmal abschreiben müssen.
  • E-Learning <http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning>
  • Man ist auf Facebook befreundet, aber benutzt keine Gruppen dort, oder anderweitige Tools.
  • Er wollte für die Schülerzeitung ein Piratenpad eröffnen <http://www.piratenpad.de/>
  • E-Learning Plattform Moodle <http://moodle.de/>
  • Die jüngeren Lehrer sind die besseren Lehrer, ältere Lehrer haben manchmal bessere Lehrtechniken.
  • Ein schlechtes Verhältnis zum Lehrer führt zu Unwillen beim Lernen.
  • Leonard sieht Druck als nötig an, aber bei zu viel Druck schafft man es nicht mehr zu lernen.

00:51:00 Unterrichtsformen

01:15:40 Schülerzeitung

  • Man darf Gedichte, Reportagen und Empfehlungen in der Schülerzeitung veröffentlichen, es wird nicht von der Schule zensiert.
  • Die Schüler können immer besser mit den Medien umgehen, obgleich Medienkompetenz nicht unterrrichtet wird.
  • Informationstechnischegrundbildung ITG <http://de.wikipedia.org/wiki/Informationstechnische_Grundbildung> #wikilink
  • In seiner Klasse hat nur ein anderer einen Blog.
  • Ab und an wird eine Internet-Recherche als Aufgabe gestellt
  • Er würde sich freuen wenn jeder Schüler ein Blog hätte
  • Den etwas älteren Lehreren würde bei einem Projekt zur selbständigen Erarbeitung und Vorstellung eines Themas verteilt auf Gruppen über 2 Wochen die Kontrolle fehlen. 

01:29:40 Konferenzen

  • Dass manche Lehrer sich untereinander nicht verstehen, zeigen sie den Schülern nicht.
  • Manche Lehrer haben ihre E-Mail Addressen heraus gegeben
  • Die Lehrer könnten sich bei Schulfesten mehr beteidigen
  • Klassensprecher gehen in Gesamtschülerkonferenzen wo Themen angesprochen werden
  • Leider sind manche nur Klassensprecher um im Monat 2 Stunden frei zu haben, und vertreten ihre Klasse nicht.
  • Die Schüler erwarten nichts von den Gesamtkonferenzen, die Lehrer erwarten Berichte gegenüber der Klasse von den Klassensprechern.
  • Viele Schüler sind an der Schülervertretung uninteressiert, oder informieren sich schneller über andere Wege.

01:40:00 Gefahren von sozialen Netzwerken

01:49:00 Ist Schule Zeitverschwendung?

  • Leonard glaubt man kann in der Schule sehr viel wissensmässig lernen, aber menschliche Fähigkeiten lernt man woanders. Man sollte auch andernorts lernen.