Revolution des Bildungssystems – Gespräch mit Richard Gerver

Revolution des Bildungssystems

http://www.richardgerver.com/

Revolution des Bildungssystems

Wie muss die Schule von Morgen aussehen? Reichen die üblichen Reformen aus um die Generation der Zukunft auf eine noch unbekannte Welt vorzubereiten oder brauchen wir eine Revolution des Bildungssystems?
Darüber werde ich nächste Woche am Mittwoch am 09. Juli mit Richard Gerver im Prentis Podcast sprechen und die Sendung auch über den Jobscast Feed verteilen. Er ist Autor von Creating Tomorrow’s Schools Today und ehemaliger Schulleiter der Grange Primary School. Er hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen das “Undenkbare” möglich gemacht. Eine Schule, die ermutigt. Eine Schule, die nicht nur Wissen, sondern Sinn vermittelt. Eine Schule, die Spaß macht.

Richard Gerver:

“Why is school not as exciting as Disney World? I can hear the laughter now, but why isn’t it? Why is it that on a cold February morning, if my child wakes up with a sore throat, they will cough, splutter and act as if the need to be read the last rites, instead of wanting to go to school, yet if they woke up on that same February morning with the same sore throat in Disney World, Cinderella’s mice turned horses couldn’t keep them away form a day at the Magic Kingdom? Why should school not feel more like that?”

Das Grangeton Project – Eine Reportage

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Alles rund um Bildung

Seit einer Weile juckt es mich, auch mal ganz ausführlich über das Thema Bildung zu schreiben und auch darüber zu sprechen. Ein neues Projekt mit dem Namen Prentis gibt mir jetzt auf dem dazugehörigen Blog die Möglichkeit dies auch zu tun.

Was ist Prentis?

Prentis wird starten als mobiler Nachhilfemarktplatz. Ziel des Projekts ist es jedoch eine Plattform rund um das Thema Lehren und Lernen aufzubauen.

Prentis Blog und Podcast

Auf dem Prentis Blog werde ich über unterschiedliche Themen aus dem Bereich der Bildung schreiben. Der erste Artikel beschäftigt sich mit dem (Un)sinn von Noten. Im Podcast werde ich mit Experten und Wissenschaftlern über neue Erkenntnisse aus der Bildungsforschung und Praxis sprechen

Infos zum App gibts unter www.prentis.de
Den Blog findet ihr unter www.prentis.de/blog

JC029 – Taxifahrer

Gast: André Podszuspodszus
André ist 56 Jahre alt und hat vor gut 30 Jahren seinen “Taxenschein” gemacht und ist 5 Jahre tagsüber und nachts in Hamburg unterwegs gewesen.
Dass er weder Abitur noch abgeschlossene Berufsausbildung hatte, konnte ihn nicht davon abhalten, sich schon sehr früh (mit 21 Jahren) selbständig zu machen. Über Einzelhandel und Kurierdienst kam er zum Taxifahren. Währenddessen hat er sich autodidaktisch zumindest so weit zum IT-Experten gebildet, dass er von 1991 bis 2008 eine eigene GmbH für Softwareentwicklung mit bis zu fünf Angestellten geführt hatte.

Er habe die Firma dann in jüngere Hände gegeben und ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt: André fährt jetzt wieder mit großer Freude ein Taxi durch das nächtliche Hamburg.

Hintergrundinformationen:
Von Piloten, Lokführern und Taxifahrern

JC028 – Kreativität und Innovation

Gast: Henryk MioskowskiHenryk Mioskowski Ideentrainer Ideeologen 12_12
Henryk Mioskowski leitet Kreativitäts- und Führungskräfteseminare sowie Ideenfindungs- und Innovationsworkshops bei “Die Ideeologen “.
Themengebiete: Kreativitätstechniken und systematische Ideenentwicklung, Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, Managementtrainings zur Etablierung einer Innovationskultur. Er hat einen Lehrauftrag für unternehmerische Kreativität an der dualen Hochschule Baden-Württemberg.

JC027 – Wer bringt mir meine Geschenke?

Gast: Postangestellter AlexanderBriefkasten
Gerade zur Weihnachtszeit läuft die Zustellungsbranche auf Hochtouren. Jeder freut sich wenn sein Amazon Paket rechtzeitig vor dem Fest zu Hause ankommt. Aber eigentlich weiß niemand was Post Angestellte eigentlich genau machen. Alexander wird über Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen bei der Deutschen Post berichten und uns erklären wo unsere Geschenke wirklich herkommen.

Weitere Infos und Hintergründe:

Exkurs: Ein Blick auf (Medien)Kompetenz

Die Koalitionsverhandlungen sind eingeläutet und Union und SPD versuchen sich über ihre Regierungsprogramm zu verständigen. Die Bildung spielt dabei zwar eine Rolle, kann aber hinsichtlich des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Länder nur in Ansätzen thematisiert werden. Dennoch sind die meisten Bildungsfragen sehr wohl relevant für die gesamte BRD. Gerade für Menschen die sich derzeit noch in Schule oder Ausbildung befinden, können die folgenden Gedanken interessant sein.

Unsere Gesellschaft hinterfragt das Bildungssystem andauernd – aber nur hinsichtlich seiner formalen Aspekte. Über die Inhalte spricht kaum jemand. Statt die wesentlichen Dinge zu lehren, die Menschen später brauchen, vertieft das Bildungssystem Wissen akademisch: Im Chemieunterricht lernen die Schüler die Additionsreaktionen am Benzolkern, in der Mathematik Stochastik, im Deutschunterricht müssen sie zum x-ten Mal den “Faust” interpretieren, es geht um eher nutzlosen Bildungsballast. Und dahinter steckt ein grundsätzlicher Denkfehler, dem wir das teilweise erschreckende Versagen von Berufstätigen

in ihren Jobs verdanken, sagt der Kommunikationswissenschaftler, Berater und Autor Thilo Baum (Jobscast JC016). Kinder, die heute zur Schule gehen, erleben eine Welt im Umbruch. Die Devise vom Wachstum ohne Grenzen hat sich als Irrweg erwiesen – die Gesellschaft wird von Krisen erschüttert. Während globale Problemlagen wie die Krise des Finanzsystems und die Energie- und Klimakrise oft abstrakt bleiben merken Kinder und Jugendliche im täglichen Miteinander – die Gesellschaft driftet auseinander.

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Praktiker, die ihr Geld in der Wirtschaft verdienen – und das sind am Ende die meisten Schulabgänger – wundern sich mitunter über diese vielen Debatten zu Formfragen. Welche Rolle spielt es, ob meine Kinder im Stuhlkreis sitzen, wenn sie die wesentlichen Dinge ohnehin nicht lernen? Sie lernen nicht, wie man mit Geld umgeht – warum also manche Menschen immer wieder Geldsorgen haben, während andere ein Vermögen bilden. Unsere Kinder lernen nicht, wie sie sich selbst und andere motivieren können, sondern nur, dass gewisse Dinge eben zu tun seien und man sich anstrengen solle. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Fähigkeit sich selbst Wissen anzueignen. Die Schule sieht ihre Pflichten erfüllt. Vermittelt sie doch mal ein bisschen Google-Kunde hier und ein bisschen Textverarbeitung da.
Selbst die Erarbeitung von Inhalten in Eigenarbeit oder in Gruppen wird den Kindern in möglichst künstlichen Szenarien näher gebracht. Und selbst die Medienkompetenz wird von der Politik neuerdings ernst genommen – sogar zur Allgemeinbildung erklärt. Fast scheint es also, dass die Wichtigkeit dieser Themen tatsächlich anerkannt wird, niemand sich aber wirklich traut die nötigen Veränderungen und die nötige Umwälzung im gesamten Bildungssystem anzustoßen. Wichtig wäre dies in Deutschland allemal – in einem Land, das keine nennenswerten Rohstoffe besitzt – seinen wirtschaftlichen Erfolg nur aus dem Export von Ideen zieht. Kompetenzen sind die Antwort des Schulsystems auf die gesellschaftliche und mediale Revolution. Wie erfolgreich diese Bemühungen sind zeigt die Abbildung beispielhaft an der Medienkompetenz.

Gefragt ist für die Zukunft ein kreativer und kritischer Umgang mit Wissen und Informationen. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Halbwertzeit* von Wissen betrachtet. Mit 50 Prozent Wertverlust des Wissens rechnen Experten beim Schulwissen nach 20 Jahren – bei technologischem- und IT-Wissen sogar schon nach ein bis fünf Jahren. Dass nicht einmal 20 Prozent der Schüler den reflektierten Umgang mit dem Internet in der Schule lernen ist daher umso erschreckender. Zu hoffen bleibt also, dass sich genügend Menschen betroffen fühlen und mit Forderungen an Politik und Mitmenschen eine Bewegung in der Bildungslandschaft hervorrufen können.

Definition: *Halbwertzeit von Wissen
Unter der Halbwertzeit des Wissens is die Zeitspanne zu verstehen, in der Erlerntes oder vorhandenes Wissen an Wert verliert – sprich, nur noch halb so viel Wert ist, wie zum Zeitpunkt des Wissenserwerbs.

JC026 – Politikwissenschaftler 2.0

Gast: Dr. Ragnar Müller

Dr. Ragnar Müller ist Politikwissenschaftler, Autor und Trainer. Seit 15 Jahren führt er im In- und Ausland Fortbildungen zur EU durch und ist Autor mehrerer EU-Einführungen und Unterrichtspakete.

Seine Dissertation widmete sich der Frage: “Wie kann man komplexe Themen wie Globalisierung oder europäische Integration vermitteln?” (www.online-dissertation.de).

Er ist Geschäftsführer von Agora (Gesellschaft für Wissensvermittlung über neue Medien und politische Bildung – www.gesellschaft-agora.de) und Vorstandsmitglied von Pharos (www.pharos-online.org, www.dadalos.org).

JC025 – Eltern sein: Mutter und Unternehmensberaterin

Gast: Dr. Caroline Harth

Foto: Tom Wagner

Foto: Tom Wagner

Jede kann es werden. Viele Frauen und Männer sind es schon geworden. Die Rede ist vom schwierigsten Beruf der Welt: Eltern sein. Dr. Caroline Harth wird aus erster Hand darüber berichten.
Caroline Harth ist jedoch nicht nur Mutter. Sie hat 2010 HarthC.ommunications gegründet. Sie ist promovierte Juristin und hat bei Olswang LLP (Berlin) die Abteilung Business Development und Communications mit aufgebaut. Dort hat sie gelernt, wie sich angelsächsisches know how im Marketingbereich auf die spezifischen Bedingungen in Deutschland anwenden lässt. Sie weiß, wie juristische Ausbildung und kreatives Talent im Marketingbereich so verbunden werden können, dass es der Geschäftsentwicklung, Kundenbindung sowie der Herausbildung der Corporate Identity zu Gute kommt.

MWF001: Erstes Medienwelten Feature online

Zwar nicht hier auf Jobscast dafür aber bei Medienwelten gibt es jetzt mein erstes Feature.
Da es mit Technik aufgenommen wurde, welche hauptsächlich mit Jobscast Flattr Einnahmen finanziert wurde habe ich es auch in den Jobscast Feed hineingelegt.

Thema:
Am 16. Mai 2013 trafen sich Wissenschaftler, Experten und Interessierte zur Bildungsmediale in Berlin. Eingeladen hatten die beiden Initiativen „D21“ und „Keine Bildung ohne Medien!“ sowie das in Berlin ansässige „Bündnis für Bildung“. Gefragt wurde nach der Realität an Schulen in Deutschland. Können wir Kinder und Jugendliche gut ausbilden für die Kommunikationskultur und Arbeitswelt von morgen? Was leistet Schule heute schon und was muss sie noch tun? Medienwelten hat die Bildungsmediale besucht und versucht mit diesem Feature einen Eindruck von den aktuellen Entwicklungen im Medienbildungsbereich zu vermitteln.